Schnell genäht: Wimpel für eine Wimpelkette

So ein Wimpel ist sehr schnell genäht und macht Lust auf mehr – schnell entstehen auf diese Art und Weise mal eben 10 Wimpel 😉 (und ich spreche da aus Erfahrung). An dieses Projekt können sich auf jeden Fall auch NähanfängerInnen wagen, da die Umsetzung nicht schwierig ist. Und damit’s gleich losgehen kann, kommt hier eine kleine Anleitung für euch 🙂

Was ihr braucht:

  • nicht dehnbaren Stoff
  • Stoffschere oder Rollschneider
  • ggf. Stoffreste für Applikationen o.ä.
  • Garn
  • evtl. Stecknadeln

Wimpel nähen 1Und dann kann es schon losgehen. Wie groß euer Wimpel werden soll, entscheidet ihr. Ich mag das Format 15×20 cm. D.h. von links nach rechts gemessen ist die breiteste Stelle 15cm, von oben nach unten gemessen die längste Stelle 20cm. Wenn ihr mehrere Wimpel nähen wollt, lohnt es sich, eine Schablone aus etwas festerer Pappe anzufertigen. Diese sollte dann aber etwa 17cm breit und 22 cm lang sein – als Nahtzugabe! Experimentiert hier einfach auch ein bisschen rum, bis ihr „euer Maß“ gefunden habt 🙂

Nun schneidet ihr euch zwei von diesen Dreiecken aus Stoff aus. Ich mache das mit dem Rollschneider, indem ich den Stoff doppelt (oder manchmal sogar dreifach, vierfach usw.) falte, die Schablone auflege und dann entlang der Kanten

Wimpel nähen 2

schneide. Aber ihr könnt es euch auch erst aufmalen und dann mit der Stoffschere ausschneiden.

Wenn ihr etwas applizieren wollt oder der Wimpel mit Bändern verziert werden soll, dann ist jetzt der richtige Zeitpunkt – tobt euch aus! 🙂 Ich habe mich hier für das Klavier-Band entschieden, dieses erst mit Stylefix aufgeklebt und dann festgenäht.

Egal ob „verschönert“ oder pur, als nächstes legt ihr die zwei Wimpelstücke rechts auf rechts (die schönen Seiten zeigen jeweils nach innen) und steckt alles gut mit Stecknadeln fest. Geübte NäherInnen können natürlich auch ohne feststecken nähen.

Das wird nämlich anschließend gemacht: genäht! Ich nutze dafür immer einen einfachen Geradstich und nähe mit dem Abstand von einer Nähfüßchenbreite jeweils links und rechts zu. Ob ihr das in einem Stück macht (in der Spitze die Nadel unten stecken lassen, den Wimpel drehen und dann weiter nähen) oder ob ihr zwei Mal ansetzt, ist euch überlassen! Ersteres geht schneller ;).

Nun seid ihr schon fast fertig! 🙂 So sieht euer Wimpel nun von hinten aus. Bevor wir ihn jetzt wenden können, müssen wir noch die Spitze etwas beschneiden. D.h. ihr schneidet von der Spitze ausgehen nach oben jeweils rechts und links ein Stück der Nahtzugabe weg. Achtet nur darauf, dass ihr nicht an den Faden der Naht kommt.

Versäubern braucht ihr den Stoff übrigens nicht, da die Nahtkanten dann ja innen liegen und oben das Schrägband angebracht wird.

Wimpel nähen 9Nun kommt endlich der Moment, wo ihr euer Werk wenden und bestaunen dürft! Schick, oder? Wer möchte (oder wenig Zeit hat 😉 ), ist an dieser Stelle schon fertig. Ich finde es optisch jedoch schöner, wenn die Wimpel noch abgesteppt werden, da sie dadurch meiner Meinung nach angenehmer fallen.

Hierfür kann man den gewendeten Wimpel evtl. noch einmal bügeln (da verzichte ich aber meistens drauf *hüstel*) und dann nach Belieben – ich nutze wieder eine Nähfüßchenbreite – eine weitere Naht außen setzen. Das darf dann auch gerne ein Zierstich sein! Endlich kann man also auch einmal die Stiche ausprobieren, die man sonst an seiner Nähmaschine nie einstellt 😉

Und, war doch gar nicht schwer, oder? Gerne dürft ihr mir auch eure Ergebnisse schicken, die ich dann hier verlinken kann!

Kategorie: Näherei, Tutorials